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Ozon-Infos

o3 - Ozon

O3

Medizinisches Ozon

Medizinisches Ozon entsteht aus reinstem Sauerstoff. Es wird ein Sauerstoff-Ozon-Gemisch verwendet, je nach Dosis bis zu 5 % Ozon, Rest Sauerstoff. Die Herstellung erfolgt am Ort der Verwendung. Halbwertzeit bei 20°C = 30 min.

 

Anwendungen

  • äußerlich als Beutelbegasung, systemisch als kleine und große Eigenblutbehandlung oder als Gas zur subkutanen und intraartikulären Injektion
  • Hyperbare große Eigenblutbehandlung
  • Kleine Eigenblutbehandlung
  • Hautbegasung
  • Darminsufflation

Indikationen

  • Arthrosen (Gelenkschmerzen)
  • Muskel- und Gelenkrheumatismus
  • Hexenschuss und Ischiasbeschwerden
  • allgemeine Abgeschlagenheit
  • bei verlangsamter körperlicher Erholung nach schweren Erkrankungen oder Operationen
  • bei Krebs als adjuvante Therapie
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Durchblutungsstörungen des Auges
  • Akne, Ekzeme, schwere Hauterkrankungen
  • Asthma bronchiale
  • Durchblutungsstörungen der Arme und Beine (Ulcus cruris, Schweregefühl, Wadenkrämpfe)
  • Hepatosen
  • zu hohe Blutfette, zu hoher Harnsäurespiegel, Blutzucker
  • chronische und akute Entzündungen durch Viren, Bakterien und Pilze
  • Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße (Herzschwäche)
  • Arterienverkalkung der Gehirngefäße (Schwindel, Gedächtnisstörungen)
  • Schlaganfall (auch bei Lähmungen)
  • viele Arten von Schwindelanfällen
  • Migräne
  • Tinnitus, Hörsturz
  • Schlafstörungen

Biochemische Wirksamkeitsmodelle

z.B. bei systemischer Anwendung = klassische Ozonolyse, d.h. ionische Reaktion mit den Doppelbindungen essentieller Fettsäuren der Phospholipide von Zellmembranen führt zur Peroxidbildung. Hauptsächlich kurzkettige Peroxide mit hydrophilem Charakter (körpereigene Peroxide sind langkettig und lipophil). Diese kurzkettigen Peroxide haben eine ausgesprochene oxidationskatalytische (d.h. oxidationsanregende) Wirkung.

Durch die Reaktion des Ozons mit ungesättigten Fettsäuren der Erythrozytenmembran gelangen die dadurch gebildeten Peroxide in das Zellinnere des Erythrozyten und beeinflussen seinen Glukosemetabolismus. Die sofort einsetzende Peroxidentgiftung über das Glutathion-System bewirkt eine Ankurbelung des Penthosephosphatweges, um den höheren Bedarf der Redoxsubstanz NADPH zu decken, die zur Rückbildung des Glutathions erforderlich ist. Dies bedeutet gleichzeitig einen verstärkten Zuckerabbau.

Das wichtigste Produkt dieses beschleunigten Glukose-Stoffwechsels ist das im Nebenarm jetzt vermehrt auftretende 2,3-DPG, das als desoxigenierende Substanz eine Schlüsselsubstanz der Ozonwirkung darstellt. Jede Erhöhung des 2,3-DPG erleichtert die Sauerstoffabgabe durch Verschiebung des HbO2/Hb-Gleichgewichtes in Richtung des desoxigenierten Hämoglobins. Formel: HbO2 + 2,3-DPG = Hb-2,3-DPG + O2.

Aus diesen Untersuchungen ist zusammenfassend folgendes festzustellen:

  • Einschleusung kurzkettiger Peroxide in die Zelle
  • Beeinflussung des Zellstoffwechsels über das Glutathionssystem
  • Erhöhung der Glykolyserate
  • Verschiebung des HbO2-Gleichgewichts
  • Veränderung der Flexibilität der Erythrozyten (Fließeigenschaften)
  • Membranoberflächenladung des Erythrozyten durch Oxidationsvorgänge negativiert, führt zur
  • gegenseitigen Abstoßung, dadurch keine „Geldröllchenbildung“, somit größere Erythrozytenoberfläche
  • Verbesserung der O2-Transportmechanismen
  • Verbesserung der O2-Utilisation durch Beeinflussung der mitochondrialen Atmungskette
  • Enzyminduktion
  • Enzym- und Immunaktivierung

Peroxidbildung führt zur Enzymaktivierung der am Sauerstoffmetabolismus beteiligten Enzyme wie: Glutathion-Peroxidase, Katalase, Superoxid-Dismutase, die für einen Abbau überschüssig erzeugter Superoxid-Radikale sorgt, ist als Wirksamkeitsmodell des intraartikulär verabreichten Ozons bei entzündlichen Gelenkerkrankungen anzusehen. 

Die häufig diskutierte Belastung des Körpers mit „Radikalen“ durch die Ozontherapie wird durch diese Untersuchungen der Enzyminduktion ad absurdum geführt. Im Gegenteil, die Enzyminduktion der o.a. Enzyme hilft dem Körper, sich vor Überoxidationen durch Radikale zu schützen.

Aktivierung des Immunsystems durch Induktion von Interleukin-2, Gamma-Interferon und TNF (Tumornekrosefaktor).

 

Wirksamkeitsmodell des Ozons bei viralen Erkrankungen:

extrazellulär:
Inaktivierung durch Oxidation und Blockierung der Virus-Spikes bzw. der Zellrezeptoren, dadurch Verhinderung der Reaktion „Virus-Spikes“-Zellrezeptor, Abnahme von Infektiösität.

intrazellulär:
Einschleusen von Peroxiden in die Zelle, synergistische Wirkung mit dem zellulär gebildeten H2 – O2 Phagozytoseaktivierung, Peroxidintoleranz der Zellen über verstärktes Sauerstoffstressgeschehen, Zerstörung infizierter Zellen.

 

 

Lesen Sie ergänzend die Zusammenfassung der Studie BIOMEDICINE ’98: Journal of Investigative Medicine, March 1998 „Ozone Therapy increase the oxygen partial pressure in tibialis anterior muscle“

… zusammengefasst aus den Untersuchungen von Dr. Ohlenschläger, Universität Frankfurt, und Prof. Rokitansky, Universität Wien. Stand 1996.